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Hier finden Sie Informationen zu folgenden einheimischen Schlangen

Glattnatter Ringelnatter Kreuzotter Aspisviper Äskulapnatter Würfelnatter Vergleich Kontakt Links/Quellen
Ringelnatter ( Natrix Natrix )       
Familie : Nattern  Unterfamilie : Wassernattern  
 Nahrung : Frösche, Molche
Gattung : Kielrückennattern  
 Lebensraum : stehende und langsam fließende Gewässer,  feuchte Wiesen, Moore
Größe : 120 cm  
 Körperschuppen : stark gekielt
Färbung : graugrün bis schwarz  
 Bauch : gelblich weiß, schwarz gesprenkelt
Augen : runde Pupille, großes Auge  
 Kopf : männl. länglich setzt sich nicht so deutlich ab wie bei weiblich Tier-flach und breit
Erkennung : weiße, dottergelbe  bis zitronenförmige Halbmonde am Hinterkopf oft schwarzer Fleck  
 Vermehrung : März -April Paarung im Juni, Juli, August Eiablage Schlupf der Jungen nach 6-10 Wochen
Feinde : Igel, Störche ,Reiher  
 Verbreitung : Europa , Schweden, Balkanländer

Die Ringelnatter ist die Schlange, die ich bisher am meisten gesehen habe. Ich brauche praktisch nur vor die Tür zu gehen. In Sellessen (Bagenz bei Spremberg ) ist ein Stausee, an dem ich sie mehr als einmal sah. Ebenfalls gesehen habe ich Ringelnattern in Bad Schandau, im Spreewald und bei Hoyerswerda. Beim Fang stellt sie sich oft tot, wobei die Zunge schlaff heraushängt und sondert aus den Afterdrüsen eine gelbliche Flüssigkeit aus.  Dieser Geruch ist sehr unangenehm und riecht noch tagelang. Es gibt auch Berichte wonach sich die Ringelnatter bei Gefahr aufbläht und die Halsregion abflacht um gefährlicher zu wirken. Bei meinen Beobachtungen habe ich zweimal " ich bin schon tot" und einmal die Flucht erlebt. Aufgefallen ist mir auch, dass der Körper, nach dem man sie gefangen hat, richtig schlaff ist. Interessant ist auch die Fortbewegung im Wasser, eine Ringelnatter schlängelt mit dem gesamten Körper, wobei eine Kreuzotter den Kopf beim schwimmen nicht mitbewegt. Bei den Ringelnattern gibt es mehrere geographische Rassen die sich durch die Färbung ,Größe und Körperform unterscheiden. So gibt es zum Beispiel Natrix Natrix schweizeri bei der die Neigung zum Melanismus (Schwarzfärbung ) oft ausgeprägt ist.  Dagegen gibt es selten Albinos bei Ringelnattern.  Natrix Natrix helvetica  ist eine ziemlich kräftig gebaute Rasse der Ringelnatter. Sie wird bis zu 2 m lang, hat meistens keine Mondflecken und kommt in Großbritannien , Belgien und den Niederlande vor. Der Winterschlaf erfolgt nicht selten gemeinsam mit Kreuzottern und Erdkröten. Ist die Paarung im Frühjahr beendet, finden sich oft mehrere Weibchen an einem Ort ein.  Dieser wird meist mehrmals im Leben benutzt. Die kleinen Ringelnattern haben nach dem Schlupf viele Feinde, so zum Beispiel Käfer, die leicht eine etwa 14cm lange Jungschlange überwältigen. Auch für alle anderen Feinde wie Brandmäuse, Haubentaucher sind sie eine leichte Beute. Eine große Bedrohung für die Ringelnatter stellt die zunehmende Verschmutzung unserer Gewässer dar. So erschien erst kürzlich in der Lausitzer Rundschau der Artikel  " Eisenbrühe zerstört Biotop". Darin wurde  über den Besitzer des  Parkteiches Groß Jehser bei Fürstlich Drehna berichtet .Seit Jahren wird dort eisen- und schwebstoffhaltiges Wasser  aus dem Flüsschen Schrake in den Teich geleitet. Früher gab es laut Angaben des Besitzers Fische, Amphibien und 130 Jahre alte Korkeichen. Ich weiß nicht ob es auch Schlangen gab, aber jetzt mit Sicherheit  nicht mehr. in diesem Beispiel kämpft der Besitzer seit Jahren gegen die Behörden und die LMBV. Die Grenzwerte sollen dort seit Jahren überschritten worden sein. Dies soll nur ein Beispiel sein das Biotope einfach zerstört werden. Geld regiert eben die Welt, was machen da schon ein paar Fische oder Bäume.

Weitere Infos zur Ringelnatter gibt es unter www.ringelnatter.net

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