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Kreuzotter ( Vipera berus )  

Familie : Vipern  
 Nahrung : Wühlmäuse, Frösche
Gattung : echte Vipern  
 Lebensraum : Heide, Wälder ,Moore
Größe : 60-80 cm. weibl. größer und plumper  
 Körperschuppen : gekielt !
Färbung : rotbraun, braun (Text unten)  
 Bauch : grau bis schwarz, gefleckt und ungefleckt
Augen : mäßig groß ,senkrechter Pupillenspalt  
 Kopf : länglich, flach setzt sich kaum vom Hals ab
Erkennung : Zickzackband auf dem Rücken (bei "Höllenotter" und " Kupferotter" kaum zu erkennen)  
 Vermehrung : Paarung im Frühjahr und im Herbst, ca.3 Monate bis 5-20 lebende Junge (ovovivipar) geboren werden
Feinde : Iltis, Igel, Storch, Milan, Reiher  
 Verbreitung : Nordeuropa, Südeuropa, Mittelasien

Eine Kreuzotter zu beobachten dürfte sehr schwierig sein da sie sehr selten ist und sehr gut Bodenerschütterung wahrnimmt. Beim Fang ist darauf zu achten, dass eine Kreuzotter am Schwanz ergriffen, nicht in der Lage ist in die Hand zu beißen (im Gegensatz zur Glattnatter). Sie hängt praktisch mit dem Kopf nach unten. Das Auszuprobieren ließ meinen Adrenalinspiegel allerdings steigen. Zu dem Biss ist zu sagen, dass vor allem Menschen mit Kreislaufschwächen gefährdet sind. Das Kreuzottergift gehört zur Gruppe der Toxalbumine. Es enthält 4 verschiedene Komponenten. Dazu gehören zum Beispiel Hämorrhagine die für Schwellungen verantwortlich sind. Im Normalfall schwillt die Haut rund um die Bissstelle in ca.30 Minuten an. Es kann zu Benommenheit, Übelkeit, und  Anschwellen der Lymphdrüsen kommen. In den meisten Fällen ist wohl der Schreck größer und allein das lässt den Blutdruck schon steigen. Vor allem bei Venenbissen in den Kopf sollte man sehr vorsichtig sein und auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen. Es gab bereits Kinder die nach einem Kreuzotterbiss in die nackten Füße ohne !! ärztliche Behandlung wieder völlig gesund wurden. Aber in jedem Fall ist ein Besuch beim Arzt angebracht. Wenn man also das Glück hat eine Kreuzotter zu sehen, sollte man ihr nicht unbedingt zu nahe treten oder sie zum "Anschauen" fangen. Der Giftapparat der Kreuzotter ist hoch entwickelt und der Oberkiefer ist stark verkürzt. Die Giftzähne sind einwärts gebogen und röhrenförmig. Bei geschlossenem Maul liegen sie in einer taschenförmigen Schleimhautfalte. Beim Aufreissen des Maules wird der Oberkiefer durch die Hebelwirkung der langen, stabförmigen Quergaumenbeine (Transversa) in eine senkrechte Stellung gebracht. Durch den Druck der Schläfenmuskulatur und des sehnigen Jochbandes wird das Gift aus den Giftdrüsen in die obere (basale) Öffnung der Zähne gepresst. Eine Darstellung dieses Apparates findet man auf der Startseite. Eine Kreuzotter zu erkennen ist nicht immer einfach, da die Färbung sehr variiert. Es gibt fast Schwarze, die auch als "Höllenottern" bezeichnet werden, während die Kupferroten auch "Kupferotter" genannt werden. Die Kreuzotter ist die am weitesten nördlich vorkommende Schlange. Sie ist vor allem bedroht durch Zerstörung des Lebensraumes.
Wichtig wäre hier die Erhaltung von Mooren und Heidelandschaften den natürlichen Lebensraum der Kreuzottern. Ein großes Problem stellt auch der Vertreibungseffekt dar. Immer mehr wird Ihr Lebensraum "besucht" aus verschiedenen Gründen. Ich habe bei meinen Streifzügen durch Wald und Flur Müllplätze und dergleichen gesehen. Diese waren nicht selten sehr weit im Wald. Natürlich sind auch Pilz- und Beerensammler letztendlich eine Störung. Ich selbst schließe mich dabei nicht aus, da auch ich nicht geräuschlos laufen kann und schon dadurch eine Störung darstelle auch für andere Tiere. Leider gibt es auch wie auf der Startseite erwähnt Menschen die eine Schlange, egal welche, sofort totschlagen. Ich habe meine eigene Meinung über solche Helden, mehr brauche ich dazu wohl nicht zu sagen. Ich kann nur hoffen, dass diese schönen und auch wichtigen Kreuzottern überleben.

 

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Bild freundlicher Weise von Hans Peter Eckstein zur Verfügung gestellt