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Aspisviper ( Vipera aspis)                                               Klicken!! zum Vergrössern

Familie : Vipern  
 Nahrung : Kleinsäuger, Eidechsen,  seltener Vögel
Gattung : echte Vipern  
 Lebensraum : Geröllhalden, Steinhaufen, Felsspalten
Größe : 70-75 cm  
 Körperschuppen : gekielt
Färbung : grau, braun, bis rötlich es gibt Schwärzlinge  (im Hochgebirge !)  
 Bauch : einfarbig hell bis dunkel gesprenkelt
Augen : mäßig groß  ,im hellen licht senkrechter Pupillenspalt  
 Kopf : länglich dreieckig setzt sich deutlich vom Hals ab
Erkennung : aufgestülpte Schnauzenspitze, Rückenzeichnung Wellen bzw. Zickzackband meist verschmolzen , dunkles Schläfenband zwischen Auge und Mundwinkel  
 Vermehrung : Paarung im Mai , 4-18 Junge im August bis September  -ovovivipar
Feinde : Iltis, Igel ,Störche ,Reiher  
 Verbreitung : Schweiz , Italien, Frankreich

Die Aspisviper hat in Deutschland nur noch einen Lebensraum und der ist im südlichen Schwarzwald. Sie ist nah verwandt mit der Kreuzotter. Das Gift der Aspisviper wirkt im allgemeinen wie das der Kreuzotter. Die Hämorrhagie (Blutung ins Gewebe) erfasst größere Bereiche um die Bissstelle und kann in eine Nektrose (Absterben von Gewebe bzw. Zellen) übergehen. Bei einem Biss sollte man also unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen. Leider beschränkt sich meine Erkenntnis  mit Aspisvipern  nur auf Literatur (Impressum). Ich habe in dem Buch " Die Reptilien" von Prof. Angus Bellair eine umfangreiche Studie über die Aspisviper gefunden. Diese Studie wurde bereits 1969 in Frankreich gemacht. Dort fand man heraus das Aspisvipern sehr ortstreu sind und Ihr Biotop in einem Umkreis von 25 m immer wieder finden. So wurden verschiedene Tiere gefangen und an anderen Stellen dieses Umkreises wieder freigelassen. Das funktionierte bei allen Exemplaren sie fanden teilweise sogar die Stelle wieder an der sie gefangen wurden. Nur Tiere in der Häutung suchten ziellos umher. Durch dieses Verhalten konnte man genau erkennen ob die Viper in Ihrem Gebiet war oder nicht. Eine Viper im eigenen Biotop flüchtet bei Gefahr in Ihr angestammtes Schlupfloch. In einem fremden versteckt sie sich meist im Gebüsch oder flieht. Ebenso fand man heraus das die Fortbewegung je nach Gebiet variiert . Ist sie "Daheim" berührt der Kopf bei der Flucht nicht den Boden und es erfolgt kein züngeln. In fremden Gebiet ist es umgekehrt. Die Winterruhe ist etwa Ende Februar (Frankreich) vorbei. Das ist natürlich Wetterabhängig und in Deutschland entsprechend später. Die Männchen beenden die Winterruhe im allgemeinen früher. Man fand heraus das ein männliches Tier während der Winterruhe 2,7% an Gewicht verlor. Die Aktivität nach der Winterruhe  beruht dann hauptsächlich auf Beuteerwerb und Sonnenbaden. Wie alle Vipern entfernen sie sich nicht allzu weit weg von Ihrem Schlupfloch. Die Männchen sind da etwas aktiver und bewegen sich schon weiter weg. Mitte März beginnt die Paarungszeit. Dabei kommt es oft zu einem Vipernknoten in dem mehrere Männchen ein Weibchen umwerben. Im August werden die kleinen Vipern geboren. Dies erfolgt wie bei Vipera berus ovovivipar. Die kleinen Vipern sind voll entwickelt und bereits giftig. Sie ernähren sich anfangs hauptsächlich von Eidechsen. Im Herbst findet oft eine zweite Paarungszeit statt. An dieser beteiligen sich allerdings nicht  alle Tiere. Dagegen gibt es bei Vipera berus nie eine zweite Paarungszeit. Wie schon erwähnt beruhen diese Daten auf dem Inhalt dieses phantastischen Buches .Ich selbst habe leider keinerlei Erfahrung mit dieser schönen Viper. In der Linkliste sind  mehrere Seiten aufgeführt in denen es um die Aspisviper geht.                                                                                                                                                         

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